Lebhafte Hauptstadt mit orientalischem Flair

Kos-Stadt eignet sich perfekt für einen Tagesausflug, auch wenn das Wetter mal nicht so schön ist. Die Hauptstadt hat ihren ganz eigenen Charme und wenn du dich auf den bunten Mix von Souvenirläden, Fish-Spa’s, Bimmelbahnen und griechischen Tavernen einlässt, wirst du dich in der Stadt sehr schnell wohlfühlen. Am besten du machst dich bei Zeiten auf den Weg, denn mir ist es leider schon passiert, dass ich mitten in der Siesta nach Kos-Stadt kam und eine Vielzahl an Läden geschlossen waren. Also am besten vor 13 Uhr oder ab 16 Uhr vorbeischauen. Die kleinen Touristenshops entlang der Einkaufsgasse sowie die Markthalle haben natürlich durchgängig geöffnet.

Da das Angebot an Sehenswerten in Kos-Stadt schier unerschöpflich ist, möchte ich dir meine persönlichen Kos-Stadt Tipps mit auf den Weg geben:

Die belebten Einkaufsgässchen

In den schmalen Einkaufsgassen von Apellou und Ifestou ist zur Hochsaison reges Begängnis. Zahlreiche Shops, Boutiquen und Schmuckhändler findest du entlang der von Bougainvillea gesäumten Meile. Wenn es mir zu voll wird, setze ich mich gerne in eines der hübschen Cafés entlang der Gasse und beobachte das geschäftige Treiben.

Eleftherias Square, der Platz der Freiheit

Der Hauptplatz im Herzen der Stadt ist immer gut besucht und beheimatet gemütliche Cafés und Bars in denen du bei einem kühlen Frappé eine kurze Rast einlegen kann. Der orientalische Einfluss ist hier unübersehbar. Die Defterdar Moschee war bis zum Erdbeben in 2017 ein beliebtes Fotomotiv. Leider wurde sie so stark beschädigt, dass sie mittlerweile baufällig wirkt. Auch das Minarett der schönen Moschee ist eingestürzt. Die Restauration wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Last-Minute Souvenir in der Markthalle

Wenn du noch ein Mitbringsel für deine Lieben daheim suchst, dann misch dich in das bunte Treiben der Markthalle. Hier gibt es neben zahlreichen Klimbim und Waren aus Übersee auch ein paar schöne Inselsouvenirs, wie Kräuter, Thymianhonig, Textilien aus Handarbeit, Olivenhölzer und Ouzo.

Geöffnet: Mo.-Sa. ab 7:00-22:30 Uhr und So. 10:00-22:30 Uhr | Eintritt: frei

Platane des Hippokrates

Vom Eleftherias Platz führt der Weg weiter durch das mittelalterliche Stadttor, entlang der Barmeile bis zu Platane des Hippokrates. Der mächtige Olivenbaum mit einem Stammdurchmesser von 10 Metern ist etwa 500 Jahre alt und wird durch Pfeiler gestützt. Wenn auch auf ein anderes Zeitalter datiert, erzählt man sich, dass der Inselarzt Hippokrates den Baum gepflanzt haben soll. Neben der Platane befindet sich eine alte Moschee, die jedoch auch durch das Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Bereich ist mittlerweile wegen Einsturzgefahr abgesperrt.

Ein historischer Abstecher

Eine alte Steinbrücke führt von der Platane zum Eingangstor des Neratzia Kastells. Die mächtige Festung diente vor allem als Verteidigungsanlage gegen die Osmanen. Mit den Jahren wechselte das Kastell mit den Venezianern, Johannitern und Türken mehrmals seine Besitzer. In der weitläufigen Anlage ist vieles mittlerweile zerstört. Seit dem Erdbeben 2017 darf das Kastell bis auf Weiteres nicht mehr betreten werden und bleibt somit geschlossen.

Auf der anderen Seite der Platane befindet sich die Agora, die größte Ausgrabungsstätte der Stadt. Geschichtsinteressierte können hier stundenlang verweilen, zahlreiche Infotafeln geben eine Vorstellung von dieser beeindruckenden Anlage. Leider wurde durch die letzten Erdbeben fast alles zerstört und man findet nur noch Überreste und Ruinen vor. Die Agora war in der Antike Zentrum des öffentlichen Lebens und beheimatete eine große Säulenhalle, Tempel, eine Basilika und weitere kleinere Gebäude.

Geöffnet: Di. – So. von 8:00 bis 15:00 Uhr, montags geschlossen | Eintritt: frei

Kleine Stärkung zwischendurch

Läufst du hinter der Platane vorbei am alten Hamam und dem weißen Gouverneurspalast der heutigen Polizeistation kommst du zum Militärhafen und vorbei an einigen Geschäften. Direkt neben der H2O Bar gibt es das beste Eis der Stadt. Wer im Eisladen „Special“ zu gierig ist und drei Kugeln auf einmal bestellt wird schnell eines Besseren belehrt. Das Eis ist wirklich köstlich und kann mit jeder italienischen Gelateria mithalten, die Auswahl an Sorten riesig und die Kugeln überdimensional. Auch wenn du dich nicht entscheiden kannst, denke an meine Worte und bestelle nur eine Kugel, dein Magen wird es dir danken. 😉

eis-special-kos-stadt

Mit der Fähre auf die Nachbarinseln

Von hier aus laufe ich meist wieder zurück an der Promenade entlang. Die palmengesäumte Straße Finikon führt unter der Steinbrücke des Kastells zum Hafen von Kos. Hier reiht sich ein Ausflugsboot ans andere und es werden zahlreiche Touren zu den Nachbarinseln angeboten. Besonders empfehlenswert ist die “3 Island Cruise” mit den Anbietern „Eva“ oder „Archangelos Michael“. Meist sind bei den Tagestouren ein Barbecue und kostenlose Getränke dabei.

Im Hafen von Kos starten auch die Fähren auf die Nachbarinseln. Idealer Ausgangspunkt für ein Inselhüpfen auf den Dodekanes. Mehr hierzu erfährst du in meinem Blogbeitrag: Inselhüpfen Dodekanes

Das beliebteste Fotomotiv der Stadt

Gegenüber dem Hafen direkt neben der Sitar-Bar befindet sich vermutlich das beliebteste Fotomotiv der Stadt. Das hübsche blau-weiße Gässchen würde es auf jedes Cover eines griechischen Reiseführers schaffen. Von dem Schmuckstück will natürlich jeder gerne ein Foto haben, umso größer ist oft das Gedränge vor der Gasse.

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel kehre ich meist zum Parktplatz der Grigoriou Straße zurück. Hier befinden sich noch zwei weitere historische Sehenswürdigkeiten.

Die westlichen Ausgrabungsstätte

Direkt neben dem Parkplatz kommst du zum Odeon, einem kleinen Amphitheater. Auf die Marmorstufen kannst du hinaufsteigen und eine kurze Rast einlegen. Ursprünglich war das Theater überdacht. Heute gibt es unter dem Odeon einen unterirdischen Gang, in dem du dich über die Entstehung und Geschichte des Theaters informieren kannst.

Geöffnet: Di. – Sa. 9:00 – 14:30 Uhr | Eintritt: frei

Folgst du der Straße runter zum Hafen kommst du auf der rechten Seite zur Casa Romana, einer alten römischen Villa. Die Fundamente des Gebäudes entstanden zu hellenistischer Zeit und die Römer bauten dann ein zweistöckiges Wohnhaus darauf. Zu sehen sind heute noch zahlreiche Mosaikböden, alte Keramiken und Säulengänge.

Geöffnet: Di. – So. von 8:00 bis 20:00 Uhr, Montag Ruhetag | Eintritt: 6 Euro

Unweit der Casa Romana befindet sich auch der Altar des Dionysus, eine weitere archäologische Stätte von Kos-Stadt. Das Areal der westlichen Ausgrabungsstätte ist riesig und wer sich für die antike Geschichte von Kos interessiert, findet in der gesamten Innenstadt zahlreiche Infotafeln in englischer Sprache, die über diese Epoche informieren.

Lust auf einen kühlen Frappé nach dem Stadtbummel?

Nach einem ausgedehnten Sightseeing- und Shoppingausflug in Kos-Stadt lohnt ein Abstecher zur Mylos Beach Bar am Lambi Beach. Hier gibt es leckeren Freddo Cappuccino, Snacks und Cocktails bei chilligen Beach-Sounds und Blick auf die türkisblaue Ägäis.

Was hast du alles in Kos Stadt schon erlebt? Was muss man aus deiner Sicht unbedingt gesehen haben? Ich freue mich über deine persönlichen Empfehlungen!

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.