Für die Sommersaison 2019 plane ich erstmalig geführte Touren auf der Insel Kos anzubieten. Durch meine 10-jährige Kos Erfahrung kann ich euch viele schöne und auch noch recht unbekannte Ecken auf der Insel zeigen. Mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 7 Personen…

Auf der Insel Kos hat vor über zehn Jahren unser Griechenland-Abenteuer begonnen und seit der ersten Begegnung fühlt es sich bei jedem Landeanflug an wie nach Hause kommen. Unsere zweite Heimat kennen mein Mann Tom und ich mittlerweile wie aus der Westentasche und doch…

Dieses kleine Fleckchen Erde ist wohl einer der friedlichsten Plätze, würde nicht in den Tiefen noch ein aktiver Vulkan brodeln. Genaugenommen besteht die Insel Nisyros nur aus einem Vulkan. Am Fuße liegen kleine Dörfer, wie die Orte Mandraki und Pali. Am Vulkanrand findet man…

Lebhafte Hauptstadt mit orientalischem Flair

Kos-Stadt eignet sich perfekt für einen Tagesausflug, auch wenn das Wetter mal nicht so schön ist. Die Hauptstadt hat ihren ganz eigenen Charme und wenn du dich auf den bunten Mix von Souvenirläden, Fish-Spa’s, Bimmelbahnen und griechischen Tavernen einlässt, wirst du dich in der Stadt sehr schnell wohlfühlen. Am besten du machst dich bei Zeiten auf den Weg, denn mir ist es leider schon passiert, dass ich mitten in der Siesta nach Kos-Stadt kam und eine Vielzahl an Läden geschlossen waren. Also am besten vor 13 Uhr oder ab 16 Uhr vorbeischauen. Die kleinen Touristenshops entlang der Einkaufsgasse sowie die Markthalle haben natürlich durchgängig geöffnet.

Da das Angebot an Sehenswerten in Kos-Stadt schier unerschöpflich ist, möchte ich dir meine persönlichen Kos-Stadt Tipps mit auf den Weg geben:

Die belebten Einkaufsgässchen

In den schmalen Einkaufsgassen von Apellou und Ifestou ist zur Hochsaison reges Begängnis. Zahlreiche Shops, Boutiquen und Schmuckhändler findest du entlang der von Bougainvillea gesäumten Meile. Wenn es mir zu voll wird, setze ich mich gerne in eines der hübschen Cafés entlang der Gasse und beobachte das geschäftige Treiben.

Eleftherias Square, der Platz der Freiheit

Der Hauptplatz im Herzen der Stadt ist immer gut besucht und beheimatet gemütliche Cafés und Bars in denen du bei einem kühlen Frappé eine kurze Rast einlegen kann. Der orientalische Einfluss ist hier unübersehbar. Die Defterdar Moschee war bis zum Erdbeben in 2017 ein beliebtes Fotomotiv. Leider wurde sie so stark beschädigt, dass sie mittlerweile baufällig wirkt. Auch das Minarett der schönen Moschee ist eingestürzt. Die Restauration wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Last-Minute Souvenir in der Markthalle

Wenn du noch ein Mitbringsel für deine Lieben daheim suchst, dann misch dich in das bunte Treiben der Markthalle. Hier gibt es neben zahlreichen Klimbim und Waren aus Übersee auch ein paar schöne Inselsouvenirs, wie Kräuter, Thymianhonig, Textilien aus Handarbeit, Olivenhölzer und Ouzo.

Geöffnet: Mo.-Sa. ab 7:00-22:30 Uhr und So. 10:00-22:30 Uhr | Eintritt: frei

Platane des Hippokrates

Vom Eleftherias Platz führt der Weg weiter durch das mittelalterliche Stadttor, entlang der Barmeile bis zu Platane des Hippokrates. Der mächtige Olivenbaum mit einem Stammdurchmesser von 10 Metern ist etwa 500 Jahre alt und wird durch Pfeiler gestützt. Wenn auch auf ein anderes Zeitalter datiert, erzählt man sich, dass der Inselarzt Hippokrates den Baum gepflanzt haben soll. Neben der Platane befindet sich eine alte Moschee, die jedoch auch durch das Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Bereich ist mittlerweile wegen Einsturzgefahr abgesperrt.

Ein historischer Abstecher

Eine alte Steinbrücke führt von der Platane zum Eingangstor des Neratzia Kastells. Die mächtige Festung diente vor allem als Verteidigungsanlage gegen die Osmanen. Mit den Jahren wechselte das Kastell mit den Venezianern, Johannitern und Türken mehrmals seine Besitzer. In der weitläufigen Anlage ist vieles mittlerweile zerstört. Seit dem Erdbeben 2017 darf das Kastell bis auf Weiteres nicht mehr betreten werden und bleibt somit geschlossen.

Auf der anderen Seite der Platane befindet sich die Agora, die größte Ausgrabungsstätte der Stadt. Geschichtsinteressierte können hier stundenlang verweilen, zahlreiche Infotafeln geben eine Vorstellung von dieser beeindruckenden Anlage. Leider wurde durch die letzten Erdbeben fast alles zerstört und man findet nur noch Überreste und Ruinen vor. Die Agora war in der Antike Zentrum des öffentlichen Lebens und beheimatete eine große Säulenhalle, Tempel, eine Basilika und weitere kleinere Gebäude.

Geöffnet: Di. – So. von 8:00 bis 15:00 Uhr, montags geschlossen | Eintritt: frei

Kleine Stärkung zwischendurch

Läufst du hinter der Platane vorbei am alten Hamam und dem weißen Gouverneurspalast der heutigen Polizeistation kommst du zum Militärhafen und vorbei an einigen Geschäften. Direkt neben der H2O Bar gibt es das beste Eis der Stadt. Wer im Eisladen „Special“ zu gierig ist und drei Kugeln auf einmal bestellt wird schnell eines Besseren belehrt. Das Eis ist wirklich köstlich und kann mit jeder italienischen Gelateria mithalten, die Auswahl an Sorten riesig und die Kugeln überdimensional. Auch wenn du dich nicht entscheiden kannst, denke an meine Worte und bestelle nur eine Kugel, dein Magen wird es dir danken. 😉

eis-special-kos-stadt

Mit der Fähre auf die Nachbarinseln

Von hier aus laufe ich meist wieder zurück an der Promenade entlang. Die palmengesäumte Straße Finikon führt unter der Steinbrücke des Kastells zum Hafen von Kos. Hier reiht sich ein Ausflugsboot ans andere und es werden zahlreiche Touren zu den Nachbarinseln angeboten. Besonders empfehlenswert ist die “3 Island Cruise” mit den Anbietern „Eva“ oder „Archangelos Michael“. Meist sind bei den Tagestouren ein Barbecue und kostenlose Getränke dabei.

Im Hafen von Kos starten auch die Fähren auf die Nachbarinseln. Idealer Ausgangspunkt für ein Inselhüpfen auf den Dodekanes. Mehr hierzu erfährst du in meinem Blogbeitrag: Inselhüpfen Dodekanes

Das beliebteste Fotomotiv der Stadt

Gegenüber dem Hafen direkt neben der Sitar-Bar befindet sich vermutlich das beliebteste Fotomotiv der Stadt. Das hübsche blau-weiße Gässchen würde es auf jedes Cover eines griechischen Reiseführers schaffen. Von dem Schmuckstück will natürlich jeder gerne ein Foto haben, umso größer ist oft das Gedränge vor der Gasse.

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel kehre ich meist zum Parktplatz der Grigoriou Straße zurück. Hier befinden sich noch zwei weitere historische Sehenswürdigkeiten.

Die westlichen Ausgrabungsstätte

Direkt neben dem Parkplatz kommst du zum Odeon, einem kleinen Amphitheater. Auf die Marmorstufen kannst du hinaufsteigen und eine kurze Rast einlegen. Ursprünglich war das Theater überdacht. Heute gibt es unter dem Odeon einen unterirdischen Gang, in dem du dich über die Entstehung und Geschichte des Theaters informieren kannst.

Geöffnet: Di. – Sa. 9:00 – 14:30 Uhr | Eintritt: frei

Folgst du der Straße runter zum Hafen kommst du auf der rechten Seite zur Casa Romana, einer alten römischen Villa. Die Fundamente des Gebäudes entstanden zu hellenistischer Zeit und die Römer bauten dann ein zweistöckiges Wohnhaus darauf. Zu sehen sind heute noch zahlreiche Mosaikböden, alte Keramiken und Säulengänge.

Geöffnet: Di. – So. von 8:00 bis 20:00 Uhr, Montag Ruhetag | Eintritt: 6 Euro

Unweit der Casa Romana befindet sich auch der Altar des Dionysus, eine weitere archäologische Stätte von Kos-Stadt. Das Areal der westlichen Ausgrabungsstätte ist riesig und wer sich für die antike Geschichte von Kos interessiert, findet in der gesamten Innenstadt zahlreiche Infotafeln in englischer Sprache, die über diese Epoche informieren.

Lust auf einen kühlen Frappé nach dem Stadtbummel?

Nach einem ausgedehnten Sightseeing- und Shoppingausflug in Kos-Stadt lohnt ein Abstecher zur Mylos Beach Bar am Lambi Beach. Hier gibt es leckeren Freddo Cappuccino, Snacks und Cocktails bei chilligen Beach-Sounds und Blick auf die türkisblaue Ägäis.

Was hast du alles in Kos Stadt schon erlebt? Was muss man aus deiner Sicht unbedingt gesehen haben? Ich freue mich über deine persönlichen Empfehlungen!

Griechischer Wein für Genießer

Auf dem Insel-Highway kurz vor der Abbiegung nach Tigaki kommst du auf der rechten Seite an einem hübschen roséfarbenen Häuschen vorbei. Ich habe es dieses Jahr zum ersten Mal geschafft hier anzuhalten, um mir das schöne Weingut Hatziemmanouil anzuschauen. Eine Führung durch die kleine Anlage mit anschließender Weinprobe ist kostenlos und du kannst nach Lust und Laune durch die Weinreben hinter dem Haus spazieren.

Hatziemmanouil ist das älteste Weingut auf Kos und blickt auf eine lange Familientradition zurück. Seit 1929 baut die Familie Hatziemmanouil hochwertige Weine auf der Insel Kos an. Dabei liegt der Fokus bis heute auf Qualität statt Quantität und so werden die Weine nur innerhalb von Griechenland exportiert.

In 2004 entstand der heutige Standort an dem auf 400 Quadratmetern einheimische Rebsorten wie Malagouzia und Assyrtiko und internationale Weine wie Cabernet Sauvignon, Grenache Rouge und Syrah angebaut werden. Das warme Klima mit seinen zahlreichen Sonnenstunden sowie die fruchtbaren Böden bieten ideale Bedingungen für den Weinanbau auf Kos. Bei der Weinherstellung kombiniert das Familienunternehmen traditionelle mit modernen Herstellungsmethoden. So werden beispielsweise die Trauben für den süßen Dessertwein in der Sonne getrocknet und später in Holzfässern gelagert.

Das Weingut verfügt über einen großen Verkaufsraum für Besucher sowie eine Terrasse auf der du gemütlich sitzen kannst. Bei einem Gläschen Wein und kleinen Häppchen wie Oliven und Käse lässt sich hier ein entspannter Nachmittag verbringen. Im hinteren Teil des Gebäudes befinden sich zahlreiche Edelstahltanks, in denen die Weine getrennt nach Sorten gelagert werden. Herzstück der Anlage ist der Weinkeller mit seinen Holzfässern, in dem die schweren Rot- und Dessertweine bis zu 12 Monate aufbewahrt werden. Die Weinreben von Hatziemmanouil befinden sich an den Berghängen von Asfendiou sowie direkt hinter dem Gebäude. Die Trauben werden noch heute von Hand im August/September gelesen.

Schmackhafte Kos Weine

Bei meinem Besuch im Juni 2018 waren folgende Weine im Angebot:

Junge Weine (ca. 8 Euro/Flasche)

Rotwein (Trauben: Cabernet Sauvignon und Syrah)

Weißwein (Trauben: Malagouzia und Assyrtiko)

Roséwein (Trauben: Grenache Rouge)

Die jungen, trockenen Weine werden alle in Edelstahltanks gelagert, sind angenehm leicht im Geschmack und passen perfekt zu mediterranen Gerichten. Sie werden auch in zahlreichen Restaurtants auf Kos als Flaschenweine angeboten.

Rotwein „Syrah“ (ca. 15 Euro/Flasche)

Ein kräftiger trockener Rotwein, der 12 Monate in französischen Eichenfässern gelagert wird. Er passt perfekt zu Fleisch und herzhaftem Käse. Gold-Medaillen Gewinner Lyon 2015.

Weißwein “Assyrtiko” (ca. 11 Euro/Flasche)

Dieser hervorragende trockene und fruchtige Wein reift nach seiner Lagerung im Stahltank noch 2 Monate im Eichenfass nach. Er passt perfekt zu Fisch, Geflügel und mediterranen Gerichten. Mein absoluter Favorit!

Dessert Wein „Third Generation“

Ein süßer Wein und doch überraschend angenehm. Er ist nicht sirupartig, sondern eher fruchtig. Der Wein wird zum Nachtisch gut gekühlt serviert.

Besuchszeiten Weingut Hatziemmanouil

Mai – Oktober: täglich von 9:00-20:00 Uhr

November – April: auf Anfrage

Eine kurze Weinführung (ohne Voranmeldung) mit anschließender Weinprobe war in 2018 kostenfrei.

Nach einem Kos Urlaub hat jeder mindestens ein Foto mit einer griechischen Katze, die in der Sonne ein Nickerchen macht. Die niedlichen Samtpfoten gehören zu Griechenland wie die Schafe zu Neuseeland. Sie leisten uns in den Tavernen Gesellschaft und sind ein fester Bestandteil…

In der hintersten Ecke der Ägäis schlummert ein wahrer Schatz, architektonisch einzigartig und an mediterranen Charme kaum zu übertreffen. Nur wenige haben von Symi schon gehört und genau das macht dieses Kleinod so besonders. Symi liegt in der Südlichen Ägäis unweit des türkischen Festlands…

Lecker griechisch essen auf Kos. Über die ganze Insel verteilt gibt es urige Tavernen, hervorragende Restaurants und gemütliche Strandbars. Gerne verrate ich dir anbei meine persönlichen Favoriten, wobei ich jedes Jahr etwas Neues ausprobiere und noch viele Empfehlungen dazukommen werden.

Insel der Schwammtaucher

Der erste Stopp unseres Inselhüpfens auf den Dodekanes führte uns von Kos aus auf die Schwammtaucherinsel Kalymnos. Eine Woche haben mein Mann Tom und ich das kleine Eiland mit dem Quad erkundet und viele ruhige Ecken entdeckt, nette Menschen kennengelernt und zahlreiche Fotos geschossen.

Gaumenfreuden im Kletterparadies

Mit der Fähre sind wir von Mastichari auf Kos nach Kalymnos übergesetzt. Kalymnos ist auf den ersten Blick sehr karg, es gibt wenig grün, viele schroffe Felsklippen prägen die Landschaft. Für Kletterer ein wahres Paradies, da es zahlreiche Höhlen und Steilwände gibt, an denen sich diese austoben können.

Die besondere Architektur der Hauptstadt Pothia fällt bei Ankunft sofort auf. Die Italiener haben während der Besatzungszeit den Häusern ihren typischen mediterranen Stil gegeben.

Kalymnos war zu unserer Zeit im Juli heiß, sehr heiß! An so manchen Tag haben wir selbst auf dem Quad bei Fahrtwind und knapp 40 Grad in der Sonne geschmort. Dafür war der Himmel wolkenlos und wir hatten Sonne satt.

Es geht auf Kalymnos wenig touristisch zu, die Einheimischen sind entspannt und freundlich. Kalymnos besucht man weniger wegen seiner Strände, dafür erwartet einen ein gutes kulinarisches Angebot. Unsere zwei Lieblings-Tavernen waren Fountagio in Melitsachas und Avra Aigaioy in Massouri. Frischer Fisch, Oktopus, griechischer Salat, Moussaka und andere Leckereien stehen zur Auswahl. Es war eine wahre Gaumenfreude!

Wann sind wir endlich da?

Auch die Italian Road, einen “befestigten” Wanderweg von der Hafenstadt Pothia ins grüne Tal nach Vathis haben wir bei brütender Hitze bezwungen. Laut Reiseführer brauchte man angeblich eine Stunde. Daraus wurden dann ganze drei Stunden, die wir uns über Geröll und Felsen in praller Sonne gequält haben; Bäume oder andere Schattenspender suchten wir vergebens. Wir fühlten uns wie Karawane in der Wüste, wenn die Oase ewig nicht in Sicht ist. 😉

Vathis, eine grüne Oase

Wer diese Strapazen nicht auf sich nehmen will, kann auch mit dem Mietwagen in das wunderschöne Tal von Vathis fahren. Überall blühen Orangen- und Zitronenbäume, farbenprächtige Bougainvillea schmücken die Gässchen. Die Kirche inmitten des Tals ist durch ihre Schönheit kaum zu übersehen.

Auf dem Weg zum Hafen kommt man in das Dörfchen Rena. Direkt an der Anlegestelle gibt es einige sehr gute Tavernen, in denen man einkehren kann. Wir haben bei „Medusa“ im Hafen leckeren frisch gepressten O-Saft getrunken und uns nach der Wanderung ordentlich gestärkt. Von Rena fährt außerdem ein Bus Richtung Pothia, der uns für den Rückweg wie gerufen kam. 😉 Vorher haben wir uns aber noch in der türkisblauen Hafenbucht erfrischt.

Obwohl es auf Kalymnos hauptsächlich Kies-Strand gibt, sind die Badebucht durch das kristallklare türkisblaue Wasser wunderschön. Besonders gefallen haben uns die Bucht von Akti zwischen Vathis und Pothia, der Strand von Palionisos und Vlichadia sowie die Bucht von Arginontas.

Der einsame Norden

Wer sich in den Norden der Insel verirrt kommt in das ruhige Dörfchen Emborios ganz am Ende der Insel. Einige Tavernen schmücken die Strandpromenade und man kann gemütlich am Hafen entlangschlendern und oben an der kleinen Kirche St. George den Blick über die Bucht von Emborios genießen.

Auf dem Rückweg lohnt sich ein Stopp bei den „Pirates of Kalymnos“. Unten am Strand ertönt chillige Musik in lockerer Atmosphäre und es werden kühle Getränke und Snacks serviert. Beim Blick auf das Meer kann man in dieser Strandbar herrlich zur Ruhe kommen.

Im Gassengewirr von Pothia

Die Hauptstadt Pothia ist mit ihren verwinkelten Gassen einen Besuch wert. Zur Mittagszeit ist es hier angenehm kühl und es bieten sich durch die schmucken Häuser viele Fotomotive.

Oben auf dem Berg thront das prächtige Kloster Agios Savvas, welches besonders zum Sonnenuntergang stimmungsvoll beleuchtet ist und einen traumhaften Blick auf die Stadt und die Ägäis freigibt.

Fährt man in Pothia weiter Richtung Vlichadia kommt man an einen der wenigen Sandstrände der Insel. Hier ist das Wasser seicht und ideal auch für Kinder zum Baden. Die Strandbar Paradisio vor Ort bietet köstliches Essen an und die Atmosphäre ist wunderbar für einen kurzen Zwischenstopp.

Auf dem Rückweg von Pothia nach Melitsachas entdeckt man im Inselort Chorio oben auf dem Berg eine Johanniter Burg, die man über steile Stufen erreicht. Das Kastell von Chora war die mittelalterliche Hauptstadt von Kalymnos. Es sind noch einige Ruinen, Häuser und kleine Kapellen zu besichtigen. Von hier aus kann man ein herrliches Panorama über Pothia und das Inselinnere genießen.

Einen weiteren tollen Ausblick haben wir vom Kloster des Kreuzes in Kantouni genossen. Dieses wunderschöne weiße Kloster thront oben auf einem Felsen und ist durch einen Trampelpfad zu erreichen.

Geheimtipp Telendos

An vielen Ecken von Kalymnos erlebt man Griechenland noch ganz ursprünglich, vor allem auf der kleinen vorgelagerten Insel Telendos. Mindestens alle halben Stunden legt ein kleines Boot von Melitsachas aus ab Richtung Telendos. Die Insel selbst ist ein Kleinod. Verkehr und Asphaltstraßen sucht man hier vergebens. Dafür findet man viel Ruhe und Entschleunigung.

Einige Tavernen servieren an der Hafenmole leckere griechische Speisen. Wanderwege führen zu idyllischen Badebuchten, wie der von Hohlakas. Am Abend kann man von einer kleinen Kapelle den Sonnenuntergang über dem Meer genießen.

Amüsiert haben uns auf Kalymnos vor allem die fahrenden Gemüse- und Melonenhändler. Mit übersteuerten Lautsprechern düsen sie mit ihren Pick-ups voll mit Obst und Gemüse durch die Städte und preisen lautstark ihre Ware an. Als Tourist hat man beim ersten Kontakt mit diesen Experten das Gefühl, dass gerade die Stadt evakuiert wird. 😉

Traurige Vergangenheit

Kalymnos hat übrigens eine lange und tragische Geschichte in Bezug auf seine Schwammtaucher. Viele Männer haben ihr Leben riskiert, um nach den wertvollen Meeresschwämmen zu tauchen, die heutige vorrangig in der Körperpflege eingesetzt werden. Auf der Insel gibt es zahlreiche Exemplare zu kaufen, auch wir haben einen Schwamm im Ort Vathis bei Ilias erworben, einem pensionierten Taucher, der nach einem gefährlichen Tauchgang nun von den Beinen an gelähmt ist (Taucherkrankheit).

Unser Fazit

Kalymnos ist definitv einen Besuch wert. Bei einem Tagesausflug bekommt man einen ersten Vorgeschmack, was einen auf dieser schroffen Insel alles erwartet.

Wir empfehlen ein Mietfahrzeug zu leihen und von Pothia über Chora in Richtung Massouri zu fahren. Von hier aus folgt man der Straße Richtung Arginontas. Wer genug Zeit hat kann noch einen Abstecher in den Norden nach Emborios machen um sich dann den Weg durch die Berge nach Vathis zu bahnen. In dieser grünen Oase kann man sich im Dorf Rena bei einem Snack stärken bevor die Rückreise nach Pothia ansteht.

Für alle die spätestens jetzt auf den Geschmack gekommen sind, empfiehlt es sich eine Woche auf diesem ruhigen Eiland einzuplanen, um die tollen Strandbars, hervorragenden Restaurants und einsamen Buchten ausgiebig zu testen. Und natürlich hat man dann auch die Möglichkeit den wunderschönen Sonnenuntergang hinter Telendos live mitzuerleben.

Die erste Ansiedlung auf Kos mit großartigem Ausblick

Unberührt vom Touristentrubel liegt die Höhle Aspri Petra (=weißer Stein) auf der Halbinsel Kefalos. Schon von weitem kannst du das weiße Felsenfenster auf dem Berg Zini erkennen, darunter versteckt eine kleine Höhle, die den Menschen in der Jungsteinzeit als Wohnstätte diente. Hier fand man auch die ältesten Zeugnisse menschlichen Lebens auf der Insel Kos, darunter Tongefäße, Speerspitzen und andere Gebrauchsgegenstände.

Du kannst in die Höhle Aspri Petra über einige Felsen hineinklettern und in ihrem kühlen Inneren auch aufrecht stehen. Es liegen einige Ziegenköttel herum und die Höhle an sich ist recht unspektakulär.

Dagegen ist die Aussicht von dem darüberliegenden Felsenfenster einmalig. In Richtung Südwesten blickst du auf die Spitze von Kos. Direkt unterhalb am Kap Routhianos mit seinem alten verrosteten Ladekran schimmert das Meer türkisblau. Auf der anderen Seite erkennst du bei guter Sicht das Dikeos-Gebirge und im Südosten die Inseln Nisyros und Gyali.

Ich komme hier gerne her um die Ruhe und das wunderschöne Panorama zu genießen. Meist verirrt sich nach Aspri Petra kein anderer Tourist und du hast die idyllische Atmosphäre ganz für dich allein.

So kommst du zur Höhle Aspri Petra

Die Höhle liegt etwa fünf Kilometer südwestlich des Ortes Kefalos auf der gleichnamigen Halbinsel. Wenn du im Ort Kefalos weiter Richtung Ortsausgang und Agios Ioannis fährst kommst du nach einem Brunnen an eine Weggabelung. Rechts geht es runter nach Agios Theologos.

Wir halten uns links Richtung Agios Mamas. Etwa zwei Kilometer nach der Abzweigung kommt ein Straßenschild auf dem „Aspri Petra“ bereits ausgelobt ist. Wir biegen links ab und halten uns an einem Obelisken auf der Schotterpiste rechts bergab. Die weitere Strecke solltest du nur mit einem geländetauglichen Fahrzeug befahren.

Nach ca. einem Kilometer siehst du auf der linken Seite ein kleines Schild, welches dir den Weg zur Höhle Aspri Petra weist. Von hier aus geht ein Trampelpfad hinauf. Oben am Berg kannst du schon das weiße Steinfenster bzw. den Torbogen erkennen. Du läufst bis zur Höhle nur 5-8 Minuten. Da sich einiges an Geröll vor der Höhle Aspri Petra und dem Steinbogen befindet über das du klettern muss, empfehle ich dir festes Schuhwerk.